***** Mr. Cool zeigt mit seiner neuen Platte wieder einmal der Konkurrenz, wem - vor CLAPTON und MOORE - den Titel "Guitar Man" zusteht. Dabei hat seine Stimme an der unterkühlten Ausstrahlung seiner Songs mitunter größeren Anteil als die wie stets spärlich eingestreuten genialen Gitarrenlicks. Vielleicht ist das auch das Wichtigste, was CLAPTON von ihm gelernt hat: nämlich nicht zu offensichtlich seine Stärken auszuspielen. Das zeigt Souveränität, verrät Klasse. Und das ist der Charme der J.J. CALE-Kompositionen, mit einer Selbstverständlichkeit und Lockerheit daherzukommen, die sich spielend auf den Hörer überträgt und jegliches Heroin überflüssig macht. Im Auto könnten solche Klänge manchen Stau verhindern, in der Therapie so manchen Manisch-Depressiven heilen. Nicht unbedingt CALEs stärkstes Stück, aber sicher sein Abgeklärtestes. |