****** Einer der interessantesten Vertreter der amerikanischen Rock-/Songwriter-Szene der 70er Jahre ist der am 25.12.1946 in Pascagoula geborene James William Buffett. Nach der Highschool absolvierte er an der Auburn University und der University Of Southern Mississippi ein Studium der Journalistik, das er 1969 erfolgreich abschloß. Zu jener Zeit entschloß sich der begeisterte C&W-Fan Musiker zu werden und zog nach Nashville. Hier schrieb er allerdings zunächst Artikel für das renommierte amerikanische Musikmagazin „Billboard“. Seine musikalische Karriere startete er 1970 mit der Langspielplatte „Down To Earth“, die aber wie das zwei Jahre später erschienene „Highland Cumberland Jubilee“ auf geringes Interesse der Kritiker und des Publikums stieß. Er siedelte nach Key West in Florida um und nahm dort die Langspielplatte „A White Sport Coat and a Pink Crustacean“ auf, die ihm erstmals bei einem größeren Publikum bekanntmachte. Diese LP machte seinen musikalischen Kurswechsel deutlich, weg vom reinen C&W, hin zu einer publikumswirksamen Mischung mit Elementen aus C&W, Folk, Rock, Pop und karibischen Elementen. Mitte 1974 gelang ihm mit „Come Monday“ der erste größere Hit. Allerdings sollte noch einige Jahre vergehen, bis er sich endgültig etablieren konnte. Gut Ding will Weile haben und so konnte sich der passionierte Segler und ausgemachte Trunkenbold, der auf Key West in Florida lebt, mit seinem eleganten Folkrock im Laufe der Jahre in den USA eine große Fangemeinde erspielen. Im Gegensatz zu einem Großteil der Vertreter der Liedermachszene verhielt sich Jimmy in seinen Liedern im Großen und Ganzen völlig unpolitisch sondern sang über die einfachen Dinge, die das Leben erträglich machen. Er verfügte über das unnachahmliche Talent, Alltagserlebnisse die jedem Amerikaner bestens vertraut sind, in teilweise humorige Worte zu fassen. Etwa in seinem ersten Hit „Come Monday“: „Headin‘ up for San Franciso, for the Labour-Day weekend show. I got my hush-puppies on, I guess I was never meant for glitter-rock’n’roll......I spent four lonely days in the brown L.A. haze and I just want you back by my side“. Oder er machte keinen Hehl daraus, daß er gerne auf der faulen Haut liegt, etwa in seinem größten Hit „Margeritaville“ aus dem Jahre 1977, und bedankte sich auf seinem 79er Live-Album „You Had To Be There“ bei seinem Publikum dafür, daß sie seine Platten kaufen und ihm mit den Einnahmen daraus ermöglichen, ein Leben wie in seinen Liedern zu führen. Das Album „Songs You Know By Heart (Jimmy Buffett’s Greatest Hits)“ aus dem Jahre 1985 enthält 13 Stücke der Jahre 1973 bis 1979, darunter die Hits „Come Monday“ (1974), „Margaritaville“ (1977), „Changes in Latitudes, Changes In Attitudes“ (1977), „Cheeseburgers In Paradise“ (1978), „Fins“ (1979) und „Volcano“ (1979). Angereichert wird dieses vorzügliche Album mit „He Went To Paris“, „Grapefruit-Juicy Fruit“, „Why Don’t We Get Drunk“, „A Pirate Looks At Forty“, „Pencil Thin Mustace“ (eine vergnügliche Parodie auf die Hollywoodstars der 20er- und 30er Jahre), „Son Of A Son Of A Sailor“ und „Boat Drinks“. Wer einmal in die musikalische Schatzkiste des Jimmy Buffetts stöbern möchte, der bekommt auf „Songs You Know By Heart“ häppchenweise einen Leckerbissen nach dem anderen geboten.
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