*** hmm... habe die nine inch nails vorher nicht gekannt. Sehr eindrücklicher Sound, wenn auch für meinen Geschmack etwas zu deprimierend. Wenn ich in der Stimmung für sowas bin höre immer noch lieber Melancholische Lieder als "NIN". *kleiner Tip: Agony von Eels. Seehr schöner song.
***** Ich wusste schon nach den ersten paar Durchgängen, auf die noch viele weitere folgen sollten, dass ich es hier mit einem der besten enttäuschenden Alben aller Zeiten zu tun habe. Ich weiß nicht genau, warum dem so ist. Möglicherweise hatten wir ja alle etwas vollkommen Neues erwartet, mit dem niemand gerechnet hätte. Vielleicht sind wir auch einfach nur alle niedere Voyeure, die sich am Leid ergötzten, dessen Auswirkungen Trent Reznor seiner Umwelt noch 1999 mit The Fragile entgegenschleuderte, und stören uns an der neu gewonnenen Ausgeglichenheit des Meisters. Es kann auch sein, dass wir Stücke vermissen, die über das banale Motiv eines, wie hieß das doch noch, Songs hinausreichen, wie wir sie vor allem noch bei den Downward Spiral-Eskapaden kannten und schätzten (Es wird wohl nie mehr wieder ein zweites "Closer" geben). Ich weiß es selbst nicht so genau. Tatsache ist, dass With Teeth kein Monument, kein Weltwunder, keine Innovation und vielleicht nicht einmal eine positive Überraschung darstellt; ein verdammt gutes Album allerdings ist es auf jeden Fall.
****** Mit "With Teeth" haben sich Nine Inch Nails nichts neues erfunden, aber zumindest neu überdacht und integrierten neue Elemente in ihre Musik. Das reicht mir für die Höchstnote.
****** Ob man dieses Album als Weiterentwicklung, Stagnation oder Rückschritt bezeichnen soll, liegt im Auge des Betrachters. Ich erkenne hier durchaus neue Facetten. Sicher war NIN seit "Pretty Hate Machine" nie mehr so zugänglich. Songs wie The Hand That Feeds, Every Day... oder Only könnte man schon fast als konventionell bezeichnen. Aus qualitativer Sicht gibt es an diesem Album kaum etwas auszusetzen, und mit diesem Sound haben NIN bestimmt viele neue Fans hinzugewonnen. Zumindest lässt sich aufgrund der Tatsache, dass NIN zum ersten Mal überhaupt in den CH-Charts aufgetaucht sind (tragisch eigentlich...), darauf schliessen. So erhalten vielleicht auch die anderen NIN-Alben endlich die Aufmerksamkeit, die ihnen gebührt.
***** Von den meisten Kritikern und etlichen Fans gehasst, ich kann's ehrlich gesagt auch nur schwer nachvollziehen. Okay, es hat vielleicht ein paar absolute Knaller weniger drauf, als auf seinen "Meisterwerken", aber dafür halten sich dann auch die Totalabstürze für einmal in engen Grenzen....
Anspieltipps:
- The Line Begins To Blur - Beside You In Time - Right Where It Belongs