****** k. d. langs "Hymns of the 49th Parallel" erschien passend zum Herbst 2004 in einem matten Pappschuber, der die kühle Grundstimmung vom Cover untermalt. Die Künstlerin hat sich für ihr Werk etwas Besonderes ausgedacht: Eine Art "Canadian Songbook" mit elf Songs von einigen der größten Songwriter Kanadas, inklusive einer Eigenkomposition. Die Schönheit der Lieder spricht für sich, sind sie doch verfasst von Musik-Legenden wie Leonard Cohen, Joni Mitchell oder Neil Young (alle drei sind mit jeweils zwei Kompositionen vertreten). Weitere Titel stammen von Bruce Cockburn, Ron Sexsmith und Jane Sibery.
Die wunderschöne kraftvolle Stimme von k. d. lang verleiht allen Songs ihren ganz besonderen Reiz. Man nehme zum Beispiel die angesprochenen Lieder von Joni Mitchell, "A Case of You" und "Jericho". Begnadete Kompositionen, die im Original von Mitchells durchdringenden Sopran getragen werden. k. d. lang macht daraus eher rauchige Kaminfeuer-Oden, deren Zauber auch durch die erstklassigen Streicher-Arrangements von keinem geringeren als Eumir Deodato ("Also Sprach Zarathustra - Theme From 2001: A Space Odyssey") getragen werden.
Dessen Geschick zieht sich wie ein roter Faden durch das Album, ebenso wie das opulente Piano-Spiel von Teddy Borowiecki (vorher tätig für Elton John, Eddie Reader oder The Manhattan Transfer). Allerdings kommen auch Fans von akustischen Gitarren auf ihre Kosten, wie bei Leonard Cohens "Bird on a Wire". Ferner sollte "Helpless" von Neil Young Erwähnung finden, welches sich zu einer mitreißenden, wunderschönen Hymne aufschwingt. |